Ratatouille – modern interpretiert

Ihr habt bestimmt alle schon von Ratatouille, einem traditionell französischen Gericht mit geschmortem Gemüse, gehört. Normalerweise werden Auberginen, Zucchini, Tomaten und Paprika mit Kräutern und Gewürzen in einem großen Topf geschmort oder seperat gebraten und später vereint. Aber seitdem der Pixar Film Ratatouille 2007 heraus kam, ist das Internet voll von einer anderen Art der Ratatouille-Zubereitung: Confit Biyaldi. Das Gemüse wird fein geschnitten und spiralförmig auf einer Paprika-Tomaten-Soße, bekannt als Pipérade, angerichtet. Es erfordert mit Sicherheit ein bisschen mehr Arbeit als einfach nur alle Zutaten zu schnibbeln und gemeinsam anzubraten, aber es lohnt sich. Schaut nur, wie schön es aussieht und es schmeckt dazu auch noch großartig. Oh, und die Zutaten sind jetzt gerade in Saison, d.h. es ist ein 100%ig regionales und saisonales Gericht.

Modernes Ratatouille

Das Gemüse ist am einfachsten zu stapeln, wenn man Auberginen, Zucchinis und Tomaten mit dem gleichen Durchmesser findet. Ich hatte jedoch nur eine große Aubergine zu Hause, also habe ich sie halbiert oder geviertelt, um sie der Größe der Zucchini- und Tomatenscheiben anzugleichen. Diese Methode hat auch ziemlich gut funktioniert. Ach, du kannst das Gericht noch farbenfroher als meine Version gestalten, wenn du gelbe Zucchini oder gelben Sommerkürbis findest.

Zutaten für 3 Portionen (jeweils etwa 1,65 Euro):

  • 2 kleine Zucchini (falls du es bekommst: 1 grüne und 1 gelbe)
  • 2 kleine (oder 1 große) Aubergine
  • etwa 450 g Tomaten
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 150 ml Tomaten Passata
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL frische Rosmarinnadeln
  • 2 EL frische Thymianblätter
  • Olivenöl
  • Meersalz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • optional:Chiliflocken

Modernes Ratatouille

Zubereitung
Für die Soße die Paprikas der Länge nach halbieren. Den Stängel abschneiden und Samen und Membranen entfernen. Bei Grillfunktion auf voller Hitze in den Ofen geben (Schnittfläche nach unten!). Warte, bis die Haut komplett schrumpelig und zu großen Teilen angekohlt ist. Für vielleicht 5 Minuten auskühlen lassen, bis man sie gut anfassen kann. Die Haut abziehen und die gerösteten Paprikas in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden und mit 3 EL Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Temperatur anschwitzen, bis sie weich sind aber noch keine Farbe angenommen haben. 1 TL Zucker, die Paprikastücke, Passata, Rosmarinnadeln und 1 EL Thymianblätter hinzugeben. Für etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Die Zucchinis, Tomaten und Auberginen in 2 mm dünne Scheiben schneiden. Ein Gemüsehobel funktioniert für Zucchinis und Auberginen super. Für die Tomaten würde ich jedoch empfehlen, sie vorsichtig mit einem Messer in Scheiben zu schneiden. Die Paprika-Tomaten-Soße pürieren und mit Salz, Pfeffer und je nach Geschmack Chiliflocken abschmecken. Auf dem Boden einer großen ofenfesten Bratpfanne oder einer Backform verteilen (nehmt ruhig 2 verschiedene, wenn ihr – so wie ich auch – keine habt, die groß genug ist!). Die verschiedenen Gemüsescheiben abwechselnd ziegelartig aufeinanderstapeln. Außen starten und in Richtung Mitte vorarbeiten. Die Scheiben so überlappen lassen, dass man die unterschiedlichen Farben sieht. Zum Abschluss etwas Olivenöl darüberträufeln, den verbleibenden Esslöffel Thymianblätter darübergeben und nochmal mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne / Auflaufform mit Backpapier abdecken. Im vorgeheizten Ofen für etwa 30 Minuten garen, dann das Backpapier abnehmen und weitere 10-15 Minuten fertig garen.

Modernes Ratatouille

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